Arete Birger Schäfermeier – Chronologie der Investment-“Strategie”

Chronologie der Ereignisse

APRIL 2012 – GESCHÄFTSANBAHNUNG

NOVEMBER 2012 – START MIT 100.000 EUR

Einzahlung bzw. Kontoeröffnung mit Schwierigkeiten. Die aber weniger auf Arete als den damals verwendeten US-Broker zurückzuführen waren, der in DE nicht übliche Dokumente bzw. Feststellungen über die Herkunft der Gelder haben wollte. Der Broker wurde übrigens in den vier Jahren zweimal gewechselt.

JUNI 2013: AUF 108.380 EUR HOCHGEHANDELT

Soweit ich weiß bzw. sehen konnte, war dieser Gewinn einer einzigen großen Callposition im S&P500 geschuldet.

JULI 2013: STAND 56.380 EUR

-48% in in nur einem Monat! Wurden Sie bei Überschreiten der 30%-Verlustschwelle informiert?

Ich war natürlich erschrocken. Und habe bei Herrn Schäfermeier nachgefragt, was denn los sei. Seine Ausführungen erschienen mir zum damaligen Zeitpunkt noch schlüssig, daher lag mein Fokus natürlich darauf den erlittenen Verlust wieder aufzuholen. Eine Information erhielt ich erst nachdem ich aktiv wurde, von Arete selbst wurde mir keine Warnung oder ein Report zugestellt.

NOVEMBER 2013: STAND 30.072

Jetzt stand man bei -72% in bloß fünf Monaten. Woran lag´s?

Schuld daran waren laut Herrn Schäfermeier Shortpositionen im Dax und S&P500, während der Dax in dieser Zeit um 16% zulegen hat können (Anm. d. Red.: tatsächlich kennt der Dax ab Juli 2013 nur eine Richtung, und zwar die nach oben, wie im Chart ersichtlich ist).

dax 2013

Mich plagen nun heftigere Zweifel an der propagierten Trendfolgestrategien mit striktem Money- und Risikomanagement, wie Sie dem Mailverkehr entnehmen können. Herr Schäfermeier versprach mir mehrfach Marktansichten und vor allem einen Tradingplan zu übermitteln. Was aber nie erfolgte.

Sollten wir nicht “eine rote Linie” setzen, sprich einen Wert den wir als max. Verlust uns zu billigen

Meine diesbezüglichen Anfragen nach konkreten Verlustschwellen verhallten ebenfalls ungehört.

SEPTEMBER 2014: STAND 6.000 EUR

Diesmal bekomme ich tatsächlich eine sehr ausführliche Analyse bzw. Stellungnahme von Herrn Schäfermeier. Daraus geht klar hervor, dass auf dem Konto wiederholt Hochs geshortet und diese Shorts auch entgegen dem Trend gehalten wurden. Aussagen wie

Deshalb halte ich weiter an der Strategie fest, wenn auch wir nur noch ganz kleine Positionen handeln

oder

Die Verluste lagen wir allem daran dass ich versucht habe Shortpositionen laufen zu lassen und bei Longs frühzeitig Gewinne mitzunehmen. Ich würde diesen Handelsstil bei Minipositionen auch im September beihalten und hoffe, dass unser Spielraum in Zukunft wieder größer wird

trugen natürlich nicht gerade dazu bei, mich zu beruhigen. Und welche Positionsgrößen sollen mit Futures überhaupt noch gehandelt werden bei dieser Kontogröße? Der FDax verbietet sich jedenfalls bereits, benötigt der doch schon bei einem einzigen Kontrakt mehr Margin als überhaupt noch auf dem Konto ist.

Im August wird eine Zielrendite von 5-15% monatlich angepeilt, dazu ein monatliches Tradingtagebuch versprochen. Welches aber nie übermittelt wurde.

Dass Herr Schäfermeier währenddessen munter Erfolge seines Tradingrooms postet, tragen natürlich auch nicht zur Vertrauensbildung bei.

schaefermaier-fb

APRIL 2015: STAND 2.138 EUR

Totalverlust darf man wohl sagen?

Ich bin jetzt, wie Sie wieder dem Mailverkehr entnehmen können, in die Offensive gegangen und habe diverse Vorschläge unterbreitet, wie man mir von Seiten von Arete Trading entgegen kommen könnte.

Was muss man sich darunter vorstellen, als Klient wussten Sie doch dass es keine Garantien gibt?

Das war mir von Anfang an bewusst. Aber die Verfehlungen waren mittlerweile so zahlreich und teuer, dass mein Vorschlag eines Darlehens von Herrn Schäfermeier aufgegriffen wurde. Das Konto sollte mit 50.000 EUR befüllt werden.

MAI 2015: DARLEHENSVERTRAG ÜBER 50.000 EUR

MÄRZ 2016: BEFÜLLUNG DES KONTOS MIT 10.000 EUR VON ARETE

Das hat ja dann doch ziemlich lange gedauert?

Fast ein ganzes Jahr seit der Unterzeichnung des Darlehensvertrags, und dann wurden auch nur 10.000 EUR eingezahlt. Auf meine Nachfrage hin wurde mir mitgeteilt, “im Erfolgsfall nachzuschießen”.

Hat sich der Tradingstil dann geändert gehabt?

Ich würde fast behaupten, das Gegenteil ist der Fall. Diese ersten 10.000 EUR wurden nämlich mit einem “All In”-Trade riskiert. Ich zitiere Herrn Schäfermeiers Beschreibung seines S&P500-Shorttrades:

Der Stop für die erste Position wird bei 2.100 sein, Ziel 1.800. Das Risiko beträgt 100 * 2 * 50 = 10.000 (was der ersten Einzahlung entspricht).

Diee Kommunikation mit Arete Trading GmbH oder Herrn Schäfermeier kommt danach komplett zum Erliegen. Auf meine Mails von März 2016 weg wird nicht mehr reagiert.

JUNI 2016: STAND 2.051 EUR

Sie haben also einen Verlust von -98% erlitten. Rechnet man das Darlehen dazu, wurden ja sogar mehr als die ursprünglichen 100.000 EUR vernichtet. 

Das ist korrekt.

Wie geht es nun weiter, was unternehmen Sie?

Eine Klage ist in Vorbereitung. Nicht nur meiner Meinung nach sind der Arete Trading GmbH unter Birger Schäfermeier unter anderem folgende Punkte zur Last zu legen, wenngleich nicht alle juristisch relevant sind:

  • vertraglich vereinbarte Verlustschwellen mit daraus resultierenden Informationspflichten nicht eingehalten
  • vertragliche Berichtspflichten verletzt
  • Kundenkommunikation die diesen Namen nicht verdient. Ich musste in der Regel wiederholt Antworten “erbetteln”
  • zugesagte Tradingtagebücher, Strategien und Fortschrittsberichte trafen nie ein
  • Trading entgegen der in Büchern und Webinaren/Seminaren gepredigten Trendfolgestrategie mit striktem Risk- und Moneymanagement
  • aus den im Darlehensvertrag festgehaltenen 50.000 EUR wurden bloß 10.000 EUR
  • diese mit einem “Alles oder Nichts”-Trade aufs Spiel gesetzt

Sollte es weitere Geschädigte geben können diese sich auch gerne bei mir melden unter joachimg2016@yahoo.com .

Müssen Sie sich nicht den Vorwurf gefallen lassen, zu lange zugesehen zu haben?

Ich ärgere mich am meisten über mich selber, dass ich als „gestandener Geschäftsmann“ mir zwar sehr viele Gedanken gemacht habe, wem ich einen Teil meines Kapitals neben der klassischen  Bankenform geben möchte, aber dennoch auf diese Gurus herein gefallen bin.  Ich habe sehr viel Seminare / Webinare der Herren besucht und habe dann den Herren Schäfermeier,  wie auch XYZ* mein Vertrauen geschenkt. Vertrauen insbesondere, weil beide Herrn ein enges und stark disziplinierte RM/MM offerierten, was aber in der Wirklichkeit nie eintrat. Schon nach wenigen Monaten war fast die Hafte des Kapitals „verbrannt“ und auf meine Mails wurde nur oberflächlich reagiert, ohne in der Tat etwas zu ändern. Im Übrigen machen es sich die Herrn ja im Minusfall immer sehr einfach, den man verweist auf die mehrjährige Bilanz einer Vermögensverwaltung, sprich man sollte mehrere Jahre an Bord bleiben, da sich dies ja irgendwann einmal ändert. Das ist auch der Grund, warum ich so lange gewartet habe, bis ich aktiver wurde. Mir geht es jetzt darum die Machenschaften dieser Klientele offen zu legen.

*in Kürze wird ein zweites spannendes Interview folgen

Mir geht es jetzt darum die Machenschaften dieser Klientele offen zu legen.

Im Lauf all der Jahre sollten sich doch schon mehrere Geschädigte zu Wort gemeldet haben, warum ist das nicht so Ihrer Meinung nach?

Von den meisten Anlegern die Geld verloren haben wird man nie etwas hören. Sie schämen sich ob des Verlusts oder der eigenen Dummheit, so erging es ja auch mir lange Zeit. Und schon gar nicht möchte man dass Familie, Nachbarn oder Arbeitskollegen Zeugen dieser Schande werden. Oder Anleger wissen schlicht und einfach nicht, dass es sehr wohl Möglichkeiten gibt, vor allem im Falle von Vertragsverletzungen, um verlorenes Geld zu kämpfen.

Vielen Dank für das Gespräch!

…original Artikel unter:
http://www.brokerdeal.de/blog/arete-trading-von-birger-schaefermeier-nicht-alles-gold-was-glaenzt

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